Aus der Küche Wayanads
Gerichte, die in jedem Haus an der Malabarküste gekocht werden — mit den Original-Zutaten.
Küstencurry · Nordkerala
Das klassische Hühnchencurry der Malabarküste — kräftig gewürzt, mit Curryblättern und einer sanften Schärfe von schwarzem Pfeffer.
Optional, aber empfehlenswert, wenn Zeit vorhanden ist: Wird das Hähnchen mindestens 3 Stunden im Kühlschrank mariniert, ziehen die Gewürze besser ins Fleisch ein. Dafür das Hähnchen mit 2 EL Joghurt (ersatzweise 1 EL Zitronensaft bei Milcheiweißverzicht), den gehackten Blättern von 4 Korianderzweigen (erhältlich bei Edeka, Kaufland oder im Asia-Laden), 1 TL Salz, ½ EL Chilipulver, ¼ TL Kurkumapulver sowie ½ TL grob gemörsertem oder gemahlenem schwarzem Pfeffer vermengen.
Am besten alle Zutaten vor dem Kochen abgemessen und bereitgestellt: ½ EL Chilipulver (1 EL, falls das Hähnchen nicht mariniert wurde), eine Prise Korianderpulver (¼ TL, falls nicht mariniert), ½ TL schwarzer Pfeffer (1 TL, falls nicht mariniert), ½ TL Salz (1 TL, falls nicht mariniert), 100 g Butter oder Kokosöl (traditionell verwendet), die ganzen Gewürze (4 Gewürznelken, 4 Kardamomkapseln, 1 fingerlanges Stück Zimtstange), zusätzlich 1½ TL Korianderpulver, gehackten oder zerdrückten Knoblauch (ca. 50 g, bei Knoblauchliebhabern bis zu 75 g), gehackten oder zerdrückten Ingwer (ca. 50 g), eine gehackte Rispentomate, 5 dünn geschnittene Schalotten (ca. 150 g), 10 Curryblätter — am besten im indischen Laden besorgen, sie lassen sich gut einfrieren —, die gehackten Blätter von 4 Korianderzweigen sowie ½ TL Garam Masala (am besten selbst aus gemahlenem Zimt, Nelken und Kardamom zu gleichen Teilen gemischt — frisch gemischt reicht bereits eine halbe Teelöffel für das volle Aroma).
Butter oder Kokosöl bei mittlerer Hitze in der Pfanne schmelzen und die ganzen Gewürze dazugeben. Etwa eine Minute mitbraten, bis ihr Duft aufsteigt. Die geschnittenen Schalotten dazugeben und 2 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, dann Ingwer und Knoblauch dazugeben und eine weitere Minute mitbraten. Die gehackte Tomate hinzufügen und 3 Minuten braten. Hitze auf die niedrigste Stufe reduzieren, Kurkuma, Chilipulver, Salz und Korianderpulver dazugeben und 10 Sekunden anrösten. Nun das Hähnchen dazugeben, die Hitze auf die höchste Stufe erhöhen und Hähnchen und Gewürze mit einem Pfannenwender gut vermengen. 100 ml Wasser angießen (das Hähnchen gibt beim Garen zusätzlich eigene Flüssigkeit ab, sodass das meist genug ist — für eine sämigere, saucenreichere Variante können auch 200 ml Wasser verwendet werden), nochmals gut verrühren und die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Ab jetzt kann die Pfanne mit einem Deckel abgedeckt werden — dabei aber alle zwei Minuten umrühren, damit nichts am Pfannenboden ansetzt. Sobald das Wasser zu kochen beginnt, die Hitze weiter reduzieren und das Hähnchen ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis es gar ist.
Nach den 20 Minuten Garam Masala, Pfefferpulver, Curryblätter und Korianderblätter dazugeben — die Curryblätter müssen dabei nicht gehackt werden. Alles vermengen, die Hitze niedrig halten und nur noch weitere 2 Minuten köcheln lassen: Diese kurze Zeit reicht aus, damit sich die Zutaten verbinden, ohne dass Aroma und Geschmack von Garam Masala, schwarzem Pfeffer und den Blättern durch zu langes Köcheln verloren gehen. Abschmecken: Falls zu salzig, einen Spritzer Zitronensaft oder Joghurt dazugeben, andernfalls nach Geschmack nachsalzen.
Wer die Schärfe etwas abmildern möchte, kann am Ende der Garzeit 150 ml Kokosmilch dazugeben, die Herdplatte ausschalten und die Pfanne noch 10 Minuten auf der Restwärme stehen lassen.
Am besten zunächst mit der halben Menge Chilipulver und schwarzem Pfeffer kochen und die eigene Schärfetoleranz testen — die Menge lässt sich beim nächsten Mal immer noch erhöhen. Es bringt nichts, gleich die volle Schärfe zu verwenden und das Gericht am Ende nicht genießen zu können. Das Chicken Curry schmeckt außerdem am besten, wenn es nach dem Kochen noch etwa 30 Minuten ruht, damit sich die Aromen setzen können.
Alle Gewürze für dieses Rezept — direkt aus Wayanad & Idukki, in einem Kochset.
Kochset ansehenHausgericht · Kerala
Das tägliche Linsengericht Keralas — cremiger Toor Dal, verfeinert mit einem Tempering aus Senfkörnern, Knoblauch und Curryblättern.
Dal gründlich waschen und mit 600 ml Wasser (etwa die dreifache Menge des Dal-Gewichts) in einen Topf geben. Eine in Scheiben geschnittene Tomate, 2 in Scheiben geschnittene grüne Chilis (ersatzweise getrocknete Chilis), ¼ TL Kurkumapulver, 5 Curryblätter und 1½ TL Salz dazugeben. Zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis der Dal weich ist. Zieht der Dal beim Köcheln zu stark an und wird zu dickflüssig, einfach etwas heißes, bereits abgekochtes Wasser nachgießen.
1 EL Öl in einer Pfanne stark erhitzen — Öl verträgt die nötige Hitze zum Aufplatzen der Senfkörner besser als Butter, die dabei zu dunkel würde. Sobald das Öl heiß ist, die Senfkörner dazugeben und warten, bis sie aufplatzen. Anschließend die Butter (bzw. das übrige Öl aus der Zutatenliste) zusammen mit Knoblauch, getrockneten Chilis (optional), 5 Curryblättern und den Schalotten dazugeben. Etwa 4 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Schalotten goldbraun sind — bei Butter darauf achten, dass die Hitze nicht zu hoch ist, da sie sonst schnell bräunt.
Das Tempering samt Fett zum gekochten Dal geben und gut vermengen. Vor dem Servieren etwa 15 Minuten ziehen lassen.
Alle Gewürze für dieses Rezept — direkt aus Wayanad & Idukki, in einem Kochset.
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